Arbeitsrecht

Arbeitsvertrag

Wenn Ihre Bewerbung erfolgreich war und Sie eine Zusage erhalten haben, gibt es einige rechtliche Formalitäten, die Sie beachten sollten.

Das Arbeitsverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber wird durch einen Arbeitsvertrag geregelt. Dieser beinhaltet wechselseitig alle Rechte und Pflichten und stellt die Basis für Ihre Beschäftigung dar. Sie sollten diesen daher vor der Unterzeichnung gründlich lesen. Bei Unsicherheiten oder Fragen sollten Sie sich auf jeden Fall an Ihren Arbeitgeber wenden, oder sich entsprechend beraten lassen.

Für den Arbeitnehmer besteht beispielsweise unter anderem die Pflicht, seiner Arbeit nachzukommen, den Anweisungen des Arbeitgebers zu Folge zu leisten, keine Betriebsgeheimnisse zu verraten oder keine Bestechungsgelder anzunehmen. Für den Arbeitgeber wiederum besteht die Pflicht, Lohn und Sozialversicherungsbeiträge (auch im Krankheitsfall) zu zahlen, dem Angestellten Urlaub zu gewähren sowie seiner Fürsorgepflicht nachzukommen. Nach der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Ausstellung eines Arbeitszeugnisses.

Der Arbeitsvertrag ist an keine bestimmte Form gebunden, wird jedoch in der Regel schriftlich abgeschlossen. Sollte Ihnen ein Arbeitgeber keinen schriftlichen Vertrag anbieten, so ist in jedem Fall Vorsicht geboten.

Ein Arbeitsvertrag sollte mindestens folgende Angaben enthalten:

  • Nennung der Vertragsparteien (Name und Anschrift)
  • Beginn des Arbeitsverhältnisses
  • Dauer des Arbeitsverhältnisses (bei befristeten Arbeitsverträgen)
  • Definition und Beschreibung der zu erbringenden Arbeitsleistung
  • Arbeitszeit
  • Dauer der Probezeit (höchstens sechs Monate), Kündigungsfristen
  • Höhe der Vergütung
  • Urlaubsdauer
  • Kündigungsfristen
  • Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die für das Arbeitsverhältnis gelten

Weitere Informationen zum Arbeitsvertrag finden Sie bei:

Make it in Germany – Arbeitsvertrag

Service-BW Arbeitsverträge

Arbeitszeit, Urlaub, Krankheit und Kündigung

Arbeitszeit: Eine Vollzeitstelle umfasst in der Regel eine 40-stündige Arbeitswoche. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit in Teilzeit zu arbeiten. Gesetzlich zulässig ist die Arbeit an allen Werktagen der Woche (Montag bis Samstag), Nacht- und Schichtarbeit ist ebenfalls möglich. In vielen Bereichen, z. B. im Gesundheitswesen oder in der Gastronomie, ist die Arbeit auch an Sonn- und Feiertagen zulässig. Das Arbeitszeitgesetz finden Sie hier.

Urlaub: Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt mindestens 4 Wochen. Bei einer 6-Tage-Woche sind es daher 24 Werktage Urlaub. Da in den meisten Betrieben allerdings nur von Montag bis Freitag gearbeitet wird, reduziert sich der Mindesturlaubsanspruch auf 20 Tage.

Krankheit: Wichtig ist, dass Sie Ihrem Arbeitgeber sofort mitteilen, wenn Sie krank sind. Im Krankheitsfall zahlt Ihr Arbeitgeber Ihnen sechs Wochen lang Ihr volles Gehalt. Danach übernimmt Ihre Krankenkasse einen bestimmten Anteil. Detailliertere Informationen dazu erteilt Ihnen Ihre Krankenkasse vor Ort.

Kündigung: Die Kündigungsfristen sind in Deutschland gesetzlich geregelt und müssen sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer eingehalten werden.

Weiterführende Informationen finden Sie auch beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales – Arbeitsrecht.